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          H?ufig gestellte Fragen & Antworten

          INHALT & KONZEPT

          Warum der Name ?STOLPERSTEINE“?

          Wie genau Gunter Demnig auf den Namen gekommen ist, wei? er heute nicht mehr. Sicher ist, dass er sich für den Namen entschieden hatte, als er noch davon ausging, dass das Verlegen der Steine eine einmalige Kunstaktion sei. Ihm gefiel die Doppeldeutigkeit des Namens, weil er mit den Steinen ein gedankliches Stolpern bewirken wollte. Entgegen verschiedener Online-Quellen wollte Gunter Demnig keinerlei Bezug zu antisemitischen deutschen Sprichw?rtern herstellen und kannte diese nicht einmal.
          Mittlerweile zitiert Gunter Demnig gern einen Schüler, der bei einer Verlegung nach der Frage eines Journalisten, ob man nicht über die Steine falle, antwortete: ?Man f?llt nicht über die STOLPERSTEINE, du stolperst mit dem Kopf und dem Herzen.“

          Warum immer ein STOLPERSTEIN pro Opfer?

          Gunter Demnig geht es um das individuelle Gedenken. Die Nationalsozialisten wollten die Menschen vernichten, zu Zahlen machen und selbst die Erinnerung an sie ausl?schen. Gunter Demnig m?chte diesen Prozess umkehren und die Namen zurück in unsere St?dte holen – dahin, wo die Menschen einst ihren Lebensmittelpunkt hatten. Gunter Demnig zitiert in diesem Zusammenhang gern eine Stelle aus dem Talmud, wo es hei?t: ?Eine Person ist erst dann vergessen, wenn man sich nicht mehr an ihren Namen erinnert.”
          Für Orte, an denen die Zahl der Opfer die r?umlichen Gegebenheiten oder unsere Vorstellungskraft übersteigen, entwickelte Gunter Demnig das Konzept der STOLPERSCHWELLE. Auf einer STOLPERSCHWELLE kann in wenigen Zeilen dokumentiert werden, was an diesem Ort geschah. Die Schwelle basiert auf den Ma?en der STOLPERSTEINE (Breite 96mm), kann aber bis zu einem Meter verl?ngert werden.

          Kann jede/jeder einen STOLPERSTEIN verlegen lassen?

          Ja, jeder und jede kann einen STOLPERSTEIN verlegen lassen. STOLPERSTEINE funktionieren nach dem Prinzip eines grassroot-movements. Dies bedeutet, dass jede Person mitmachen kann, die interessiert ist. Der Impuls für einen STOLPERSTEIN wird immer von au?en, also von Initiativen, Heimat- und Geschichtsvereinen, Schulen und vielen anderen, an uns herangetragen.

          Wenn Sie einen STOLPERSTEIN verlegen lassen m?chten, wenden Sie sich an die STOLPERSTEIN-Initiative in Ihrer Stadt. Wenn es sich um die erste Verlegung in Ihrer Stadt handelt, dann müssten Sie sich um die Genehmigung bemühen. N?here Informationen dazu finden Sie in unseren Schritten zum Verlegen von STOLPERSTEINEN.

          Wer steht hinter den STOLPERSTEINEN?

          Hinter den STOLPERSTEINEN steht der Künstler Gunter Demnig. Er hatte die Idee zu diesem KunstDenkmal und verlegt seit 1993 Jahren fast jeden STOLPERSTEIN selbst. Um zu sichern, dass das Projekt noch viele Jahre weiterbestehen wird, hat Gunter Demnig die ?Stiftung – Spuren – Gunter Demnig“ gegründet.

          Au?erdem steht hinter den STOLPERSTEINEN noch ein sechsk?pfiges Team:

          • Katja Demnig (p?dagogische Betreuung & Datenbank)
          • Michael Friedrichs-Friedlaender (Bildhauer)
          • Jér?me Heuper (Webseite)
          • Karin Richert (Inschriften & Abrechnungen)
          • Dr. Anne Thomas (Koordination & Inschriften au?erhalb Deutschlands)
          • Anna Warda (Koordination & ?ffentlichkeit)

          Wie ist Gunter Demnig auf die Idee gekommen?

          Gunter Demnig hat 1991 eine Farbspur in K?ln verlegt, um an die Deportationswege der Sinti und Roma zu erinnern. Als er wenige Jahre sp?ter die Spur durch Messingschriftzüge ersetzte, sprach eine ?ltere Frau ihn an, würdigte sein Projekt zwar, bezweifelte jedoch, dass ?Zigeuner“ in ihrer Nachbarschaft gelebt h?tten. Da wurde Gunter Demnig bewusst, dass viele Geschichten gar nicht mehr im Bewusstsein der heutigen Bev?lkerung vorhanden sind. Er wusste nun, dass er ein Projekt beginnen wollte, dass zum einen das Gedenken in die St?dte und Stra?en holt und zum anderen die Orte markiert, an denen die Opfer lebten und die Verbrechen einst begannen. Zun?chst waren die STOLPERSTEINE eine rein konzeptuelle Idee und erst nachdem die ersten Steine auf Zuspruch von Angeh?rigen der Opfer stie?en, beschloss er, dass Projekt auszuweiten und weiterzumachen.

          Warum sind STOLPERSTEINE Kunst?

          Gunter Demnig hat 1993 das Kunstkonzept für die STOLPERSTEINE entworfen und dieses stetig weiterentwickelt. Nicht nur ist jeder Stein ein Kunstwerk, da er ?sthetischen Ansprüchen genügen muss und per Hand von einem Bildhauer hergestellt wird, sondern auch alle Steine und involvierten Menschen bilden in ihrer Gesamtheit eine Soziale Skulptur (in Anlehnung an Joseph Beuys).

          Warum verlegt Gunter Demnig den Gro?teil der Steine selbst?

          Das KunstProjekt STOLPERSTEINE nach der Idee von Gunter Demnig beinhaltet nicht nur die Auseinandersetzung mit den einzelnen Schicksalen, sondern auch die Verlegung des fertigen Steins. Er m?chte vor Ort sein, um eine würdige Verlegung zu garantieren: Dazu geh?rt unter anderem die Stelle für die Verlegung zu sehen und Kontakt mit Anwesenden und Angeh?rigen zu haben. Er m?chte mit den STOLPERSTEINEn der nationalsozialistischen Massenvernichtung etwas entgegensetzen. Daher sollen die Steine einzeln und nicht in Masse eingesetzt zu werden, um der Person dahinter gerecht zu werden.

          Wo k?nnen STOLPERSTEINE verlegt werden?

          STOLPERSTEINE k?nnen theoretisch überall dort verlegt werden, wo die Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 ihre Verbrechen begingen und Menschen verfolgt, gedemütigt oder ermordet haben. Voraussetzung für eine Verlegung ist die Genehmigung der Stadt, da STOLPERSTEINE (bis auf wenige Ausnahmen) auf ?ffentlichen Grund verlegt werden. STOLPERSTEINE werden immer vor dem letzten freiwillig gew?hlten Wohnort verlegt. Ausnahmen k?nnen Schulen, Universit?ten, Synagogen oder ?hnliches bilden, wo die Menschen einst auch ihren Lebensmittelpunkt hatten.

          An wen erinnern STOLPERSTEINE?

          Gedacht wird mit diesem Projekt aller verfolgten oder ermordeten Opfer des Nationalsozialismus: Juden; Sinti und Roma; politisch Verfolgten; religi?s Verfolgten; Zeugen Jehovas; Menschen mit geistiger und/oder k?rperlicher Behinderung; Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Hautfarbe verfolgt wurden; als ?asozial“ stigmatisierte und verfolgte Menschen, wie Obdachlose oder Prostituierte; Zwangsarbeiter und Deserteure; – letztlich aller Menschen, die unter diesem Regime leiden mussten.
          Unsere Voraussetzung für die Verlegung von STOLPERSTEINEN ist, dass im Gedenken die Familien wieder ?zusammengeführt" werden. Daher werden auch überlebende Familienangeh?rige an der entsprechenden Adresse einbezogen und erhalten einen STOLPERSTEIN: zum Beispiel Kinder, die in Sicherheit gebracht werden konnten; Jugendliche, die nach Pal?stina gingen; Angeh?rige, denen die Flucht gelang; KZ-überlebende; u.a.. Gedacht wird auch der Menschen, die unter dem Druck der damaligen Umst?nde ihrem Leben ein Ende setzten.

          Warum STOLPERSTEINE?

          STOLPERSTEINE haben für uns unterschiedlichste Funktionen. Sie bringen die Namen und Lebensgeschichten der Menschen zurück und helfen so vor allem den Angeh?rigen ihrer Verwandten zu gedenken und Traumata aufzuarbeiten. In den jeweiligen Gemeinden helfen sie die lokale Geschichte aufzuarbeiten und das Gedenken lokal zu verankern. Sie f?rdern einen ?ffentlichen Diskurs und integrieren oft die nachwachsende Generation in die Recherche und die Aufarbeitung. Im Idealfall immunisieren sie uns gegen ?hnliche Entwicklungen, machen uns sensibel für Menschenrechtsverbrechen und erinnern uns daran, wie wichtig eine offene und tolerante Gesellschaft ist.

          Warum werden STOLPERSTEINE im Boden verlegt?

          Ursprünglich hatte Gunter Demnig überlegt, Gedenktafeln an den Hausw?nden anzubringen. Er hat jedoch Abstand von dieser Idee genommen, da er dann die Genehmigung der Hauseigentümer ben?tigt h?tte und er nach fachkundiger Beratung einsehen musste, dass vermutlich nur die wenigsten solchen Tafeln zugestimmt h?tten.
          Bei einer Verlegung im Gehweg brauchen wir hingegen ?nur“ die Genehmigung der Stadt und k?nnen die Steine gut sichtbar in das Stadtbild integrieren. Sie k?nnen nun im Vorbeigehen entdeckt werden, dominieren aber nicht die st?dtische Landschaft.
          Gunter Demnig hatte sich zudem bewusst für Messing entschieden, da dies durch die Reibung, zum Beispiel mit Schuhsohlen, poliert werden kann. In der Praxis treten allerdings die wenigsten Menschen auf die Steine, so dass sich mittlerweile vielerorts Putzpatenschaften gegründet haben, die die STOLPERSTEINE regelm??ig reinigen.

          Die STOLPERSTEINE sind keine Grabplatten. Das k?nnen sie auch nicht sein, da ja dort keine echten Gebeine drunter liegen. Deshalb kann man theoretisch bedenkenlos darüber laufen. Gunter erinnerte sich, dass er früher mit seiner Schulklasse einmal v?llig gedankenlos durch den Petersdom gelaufen ist, über richtige Grabplatten, worunter noch die echten Gebeine begraben wurden. Im Museum für Sepulkralkultur in Kassel erfuhr er auf Nachfrage, dass dies sogar eine besondere Ehre ist. Je mehr Menschen über die Grabplatten laufen, umso h?her ist die Anerkennung desjenigen, der dort begraben liegt.

          Warum entscheiden sich manche St?dte gegen STOLPERSTEINE?

          Es gibt einige wenige St?dte bzw. Initiativen, die sich gegen STOLPERSTEINE entschieden haben. Dies kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Das h?ufigste Argument gegen die Steine ist jedoch, dass auf den Namen der Opfer herumgetrampelt wird. Insofern entscheiden sich diese St?dte in den meisten F?llen für alternative Gedenkformen. Das ist v?llig akzeptabel und belebt die deutsche Gedenklandschaft. Wir bestehen zudem nicht darauf, STOLPERSTEINE gegen den Willen von Angeh?rigen zu verlegen.

          Unsere STOLPERSTEINE werden von vielen Opferverb?nden unterstützt; so zum Beispiel vom Pr?sidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster.

          Warum finden sich teilweise umstrittene Inschriften auf den STOLPERSTEINEN?

          Die Voraussetzung fu?r einen STOLPERSTEIN ist ein Verfolgungsschicksal zur Zeit des Nationalsozialismus. Mit der Inschrift auf dem Gedenkstein wollen wir die wichtigsten Etappen der Verfolgung des jeweiligen Menschen dokumentieren. Dies gelingt uns, in dem die damals vermeintlichen Delikte deutlich benannt werden. Damit wollen wir – vor allem fu?r die ju?ngere Generation, die sich zeitlich und gedanklich immer weiter von diesem Kapitel entfernt – nachvollziehbar machen, wie absurd und haltlos die Gru?nde des NS-Regimes waren, um unschuldige Menschen zu verfolgen, zu inhaftieren und zu ermorden. Somit sind die heute als diskriminierend geltendenTa?ter-Begriffe Teil der Dokumentation der Schicksale. Zudem wollen wir damit zeigen, dass es sich im Nationalsozialismus um ideologisch motivierte Verurteilungen handelte.
          Die deutliche Sprache der STOLPERSTEINE soll (Zeit-)Geschichte dokumentieren, denn die Stigmatisierung der Menschen war unabdingbar mit ihrem Schicksal verbunden. Au?erdem soll sie dazu anregen, sich mit den damaligen Definitionen der vermeintlichen Vergehen auseinander zu setzen; eine Verharmlosung oder eine Verheimlichung dieser Schicksale wu?rde unserer Meinung nach rechtes Gedankengut unterstu?tzen.

          Um die no?tige Distanz zu den ehemaligen NS-Begriffen auf den STOLPERSTEINEN zu wahren, stehen die Begriffe entweder in Anfu?hrungszeichen oder die Abku?rzung ?sog.“ (sogenannt) steht vor dem Begriff. Eine ausführliche Stellungnahme finden Sie hier!

          Warum STOLPERSTEINE für überlebende Menschen?

          STOLPERSTEINE sind Gedenksteine und keine Grabsteine. Sie sollen uns über die Schicksale der Menschen reflektieren lassen und vor allem Familien, die im Nationalsozialismus einst j?h auseinandergerissen wurden, im Gedenken wieder zusammenführen. Wir wollen zudem nicht darüber urteilen, wer Opfer der Verbrechen war und wer nicht. Das Leid eines Menschen, der sich verstecken, seine Heimat verlassen musste oder ein KZ überlebt hat, m?chten wir nicht bemessen.

          ORGANISATORISCHES

          Wie kann ich eine STOLPERSTEIN-Verlegung anregen?

          Wenn Sie einen STOLPERSTEIN verlegen m?chten, wenden Sie sich an unsere Koordinatorinnen Anna Warda (deutschlandweit) oder Anne Thomas (europaweit). In vielen Orten gibt es auch bereits Initiativen, welche die Verlegungen organisieren und die zwecks Absprache und Planung die besten Ansprechpartner sind.

          Sollte es noch keine STOLPERSTEIN-Verlegung in Ihrer Kommune gegeben haben, dann ist die Grundvoraussetzung für eine Verlegung immer zuerst die Genehmigung der Stadt. Zudem sollten Sie im Vorfeld die Biografien in groben Zügen rekonstruiert haben und wissen, in welchen Archiven Sie recherchieren k?nnen. Bitte bedenken Sie auch, dass Angeh?rige der Opfer von der Verlegung informiert werden sollten.

          Warum dauert es so lange, bis ein STOLPERSTEIN verlegt wird?

          Derzeit müssen Sie mit circa einem Dreivierteljahr Wartezeit rechnen. Wir (Gunter Demnig und sein Team) k?nnen pro Monat circa 440 Steine herstellen und verlegen. Unser Bildhauer Michael Friedrichs-Friedl?nder schl?gt jeden Buchstaben mit der Hand in das Messing ein. Gunter Demnig verlegt bis auf einige Ausnahmen alle Steine selbst. Er hat sich bewusst für dieses Konzept entschieden und wir m?chten dies auch in Zukunft so beibehalten.
          Die Nationalsozialisten haben Menschen in Masse ermordet. Die Steine sollen die Namen zurückbringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern. Jeder Stein soll per Hand gefertigt und per Hand verlegt werden. Die Verlegungen sind keine Routine; jedes Schicksal bewegt uns und soll bewegen. Wir m?chten bewusst keine Massenverlegungen, um der damaligen Massenvernichtung etwas entgegenzusetzen.

          Wir hoffen auf Ihr Verst?ndnis und bedanken uns bei allen engagierten Menschen für ihre Geduld.

          Wie erfahre ich, ob schon ein STOLPERSTEIN für einen Menschen liegt?

          Der einfachste Weg ist es eine Stadt oder eine lokale STOLPERSTEIN-Gruppe direkt anzuschreiben und nach einer übersicht zu fragen. Viele Gruppen haben mittlerweile auch Publikationen ver?ffentlicht oder Online-Datenbanken eingerichtet, in denen die Biografien zu den Opfern nachgelesen werden k?nnen. Zudem arbeiten wir an einer eigenen digitalen Datenbank, die vermutlich im Frühjahr 2020 online gehen wird.

          Wie bekomme ich eine Genehmigung zur Verlegung?

          Sie sollten sich an die Bürgermeisterin / den Bürgermeister oder den Stadtrat wenden und eine Genehmigung für die Verlegung von STOLPERSTEINEn im ?ffentlichen Raum anfragen. Die meisten St?dte handhaben es so, dass eine einmalige Genehmigung für mehrere Verlegungen ausgesprochen wird, die über Jahre gilt.

          Müssen wir selbst recherchieren?

          Ja, die Biografien für die Inschriften sollten die jeweiligen Initiatoren weitgehend eigenst?ndig recherchieren. Es empfiehlt sich, immer Archive und Geschichtsvereine einzubinden, um n?here Informationen zu den Einzelschicksalen und den damit verbundenen historischen Quellen zu erschlie?en. In diesem Zusammenhang hat sich zudem die Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) bew?hrt. Au?erdem k?nnen Gewerkschaften für politische Opfer und Kirchen bzw. Jüdische Gemeinden zu religi?s verfolgten Opfern befragt werden. Und auch die Verb?nde der Roma und Sinti, die Vereine für homosexuelle Opfer und die Opferverb?nde der Zeugen Jehovas geben Auskunft. Hintergrundinformationen für die Opfer der sogenannten Euthanasie- bzw. Krankenmorde sind zumeist in den jeweiligen Kliniken zu finden. Weitere Informationen k?nnen Sie erfragen beim Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen oder im Online-Gedenkbuch des Bundesarchivs.

          Wir bitten darum, die Familienschicksale für die Zeit von 1933 bis Kriegsende 1945 m?glichst umfassend zu recherchieren und zu übermitteln. Es sollte in jedem Fall das Schicksal der gesamten Familie dokumentiert werden. Bitte geben Sie sowohl deportierte, ermordete als auch geflohene, überlebende Familienmitglieder an.

          Prüfen Sie die Daten auf den STOLPERSTEINEN?

          Bevor die Inschriften eingepr?gt werden, prüfen wir die Daten mit dem Gedenkbuch des Bundesarchivs ab. Das online einsehbare Gedenkbuch des Bundesarchivs sehen wir als zuverl?ssige Quelle an. Inschriften sollten im Regelfall mit den dortigen Daten übereinstimmen. Falls im Zuge der lokalen STOLPERSTEIN-Recherchen nachprüfbare oder mindestens verl?ssliche weitere oder abweichende Informationen zu Tage kommen, ist eine Rückmeldung beim Bundesarchiv unter Angabe der Quelle sehr willkommen. Bitte nutzen Sie dazu die M?glichkeit zur Rückmeldung, die Ihnen bei jedem personenbezogenen Einzeleintrag angeboten wird. Bitte beachten Sie jedoch, dass das Bundesarchiv eine Anpassung der entsprechenden Eintr?ge im Gedenkbuch nicht sofort vornehmen kann.

          STOLPERSTEINE geben immer den aktuellen Forschungsstand wieder. Wir haben auch schon einmal Steine ausgetauscht, wenn wieder entdeckte Dokumente neue Informationen zu Tage gebracht haben.

          Wie reinige ich STOLPERSTEINE?

          Die Messingoberfl?che der STOLPERSTEINE oxydiert und bildet damit praktisch eine Schutzschicht. Dort, wo kein Publikumsverkehr 'die Erinnerung blank poliert', treten Verf?rbungen von Hellbraun bis fast Schwarz auf. Die Ver?nderungen k?nnen durchaus unterschiedlich ausfallen (die Legierungen schwanken in der Zusammensetzung). Zum S?ubern gibt es unterschiedliche Methoden; wir empfehlen gebr?uchliche Metall- oder spezielle Messingputzmitteln aus dem Drogeriemarkt. Dazu ben?tigen Sie ein wenig Wasser und einen einfachen Küchenschwamm. Hilfsmittel mit sehr harter Oberfl?che wie Drahtbürsten oder andere harte Gegenst?nde sollten nicht benutzt werden, da die Messingplatten hierdurch dauerhaft besch?digt werden.
          Bei der Benutzung der milchigen Metall-Putzmittel sollten Sie eine geringe Menge auf einen Stofflappen und nicht direkt auf die Messingfl?che geben. Sie vermeiden dadurch wei?e Putzmittelr?nder auf dem umliegenden Pflaster, die sich nur sehr langsam wieder zersetzen.
          Nachdem Sie die Messingplatte mit der Reinigungsmilch eingerieben haben, lassen Sie das Mittel für circa eine Minute antrocknen und danach k?nnen Sie das Messing polieren. Sollte das Reinigungsergebnis noch nicht Ihren Vorstellungen entsprechen, wiederholen Sie den Vorgang.

          Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei allen Menschen, die regelm??ig die STOLPERSTEINE reinigen!

          KOSTEN

          Welche Kosten kommen auf mich zu?

          Wenn Sie eine Verlegung organisieren, müssen Sie mit 120,- Euro pro Stein rechnen. Hinzu k?nnen die Kosten für eine übernachtung von Gunter Demnig kommen. Von der übernachtung erfahren Sie sechs Monate im Voraus, wenn die Verlege-Routen fertig gestellt worden sind. Mit weiteren Kosten müssen Sie nicht rechnen.

          Warum kostet ein Stein 120,- Euro?

          Die Kosten für einen STOLPERSTEIN haben wir so berechnet, dass wir unsere Verlegungen und den Projektablauf sicherstellen k?nnen. Von den 120,- Euro werden sowohl das Material, die Organisation, die Beratung, die Nachrecherche, die p?dagogische Begleitung von Schulklassen, die Herstellung der Steine per Hand, der Transport mit Post und Auto, die Anreise und Verlegung der Steine durch Gunter Demnig, das Material zum Verlegen der STOLPERSTEINE als auch die Einpflegung der Daten und Biografien der Opfer in unsere Datenbank finanziert.

          Das bedeutet, dass diese Summe uns garantiert, dass wir alle Reisekosten, unser Auto, die Geh?lter, die Webseite sowie unterstützende Dienstleistungen wie Rechtsberatung und IT-Support garantieren k?nnen. Da das Geld auf das Konto unser gemeinnützigen Stiftung geht, muss jeder Cent in das Projekt flie?en.

          Wer zahlt für die STOLPERSTEINE?

          Die STOLPERSTEINE werden über Spenden und Patenschaften finanziert. Viele Orte regeln es so, dass es für jeden Stein einen Paten gibt. Patenschaften k?nnen von Privatpersonen, Institutionen, Ausbildungsst?tten, Firmen, Vereinen oder Parteien übernommen werden. Wir arbeiten nach dem Vertrauensprinzip. Sie zahlen die Steine erst nachdem sie verlegt wurden.

          Wir m?chten Sie bitten, die Angeh?rigen der Opfer ausfindig zu machen und sie über die bevorstehende STOLPERSTEIN-Verlegung zu informieren. Viele Angeh?rigen reisen sehr gerne zur Verlegung an, da sie die STOLPERSTEINE als einen wichtigen Teil ihrer pers?nlichen Auseinandersetzung mit dem Geschehenen empfinden. In diesem Zusammenhang m?chten wir auch darauf hinweisen, dass Sie bitte kein Geld von den Opfern oder den Angeh?rigen für die Verlegung verlangen sollten. Falls die Familien jedoch auf einer Kostenübernahme bestehen, weil es ihnen ein pers?nliches Anliegen ist, w?re dagegen natürlich nichts einzuwenden.

          Sind STOLPERSTEINE aus Gold?

          Die Oberfl?che der STOLPERSTEINE ist aus Messing, welches in Beton eingegossen wird, um die Form des typischen STOLPERSTEINS zu erhalten.

          Ist Gunter Demnig Million?r?

          Nein. Gunter Demnig ist bei der ?Stiftung – Spuren – Gunter Demnig“ angestellt und bekommt ein durchschnittliches Festgehalt. Alle Zahlungen und Spenden für die STOLPERSTEINE werden auf das Konto der Stiftung eingezahlt. Die Stiftung ist gemeinnützig und wird j?hrlich geprüft, so dass die Gelder weder veruntreut noch für private Zwecke ausgeben werden k?nnen.

          Wie kann ich das KunstDenkmal unterstützen?

          STOLPERSTEINE werden in der Regel über Patenschaften finanziert. Wenn Sie Pate eines STOLPERSTEINES werden m?chten, wenden Sie sich an die entsprechende Stadt und schreiben Sie die dortige Initiative an. Einen überblick aller Initiativen finden Sie unter Kontakt.

          Natürlich k?nnen Sie unsere Stiftung auch unabh?ngig davon unterstützen. Für diesen Fall überweisen Sie bitte wie folgt:

          Empf?nger: STIFTUNG-SPUREN-Gunter Demnig
          Bank: Volksbank K?ln Bonn eG
          IBAN: DE91 3806 0186 4518 0470 14
          BIC: GENODED1BRS
          Verwendungszweck: Spende für die Stiftung-Spuren-Gunter Demnig

          Nur für diese ungebundenen Spenden k?nnen wir ab € 200,00 eine Quittung ausstellen. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung!

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